Santander Mitarbeiter im Gespräch über ihre motorisierten Leidenschaften

Impuls: Warum habt ihr Benzin im Blut? Sven Oehmen: Da ich auf dem landwirtschaftlichen Betrieb meiner Eltern schon früh mit motorbetriebenen Maschinen in Berührung kam, der öffentliche Nahverkehr dort nicht besonders gut ausgebaut war und die Wege mit dem Fahrrad doch recht weit, hatte ich mit 15 meine erste SOLO, ein richtiges Oldschool-Mofa. Ab da war es eine stetige Entwicklung von 50 ccm über das erste eigene Auto. Alles Motorbetriebene war für mich gleichbedeutend mit Freiheit und Flexibilität und hatte von Anfang an einen hohen Stellenwert. Den Motorradführerschein habe ich mir zum 30. Geburtstag geschenkt. Daniele Moranelli: Ich komme aus Euskirchen, unweit des Nürburgrings, wo mein Vater unter anderem das berühmte 24h-Rennen bestritt. Darüber hinaus hat er auch außerhalb der Rennstrecke eine Passion für Sportwagen, die ansteckend war. So war es klar, dass ich meine Ausbildung in einem Autohaus gemacht habe und seither der Branche verbunden bin. Ich lasse mich von allem begeistern, was einen Motor hat, sei es auf 2 Rädern, 4 Rädern, ein Schneemobil oder von einem E-Motor angetrieben. Es gibt für mich nicht das eine Fahrzeug, denn jedes hat seine Besonderheiten.

Daniele Moranelli Leiter Kooperationen Captive Mobility

Impuls: Was macht für euch die Faszination Motorrad aus? Sven Oehmen: Du bist nah am Geschehen und hast wenige Filter. Du spürst den Wind, die Wärme der Sonne, den Geruch der Natur. Gleichzeitig ist es anspruchsvoll. Motorrad fährt man mit dem ganzen Körper und ist ständig in Bewegung. Schnell geradeaus fahren macht schon Spaß, aber zügig und sicher durch eine Kurve zu fahren, erfordert Konzentration und Übung. Motorradfahren zwingt zum Fokussieren, entspannt aber auch. Wenn du auf dem Motorrad sitzt, musst du dich darauf konzentrieren und blendest dabei alles andere aus. Du musst dich auf dich konzentrieren, deine Bewegung, das Motorrad, die Straße und vor allem auf die anderen Verkehrsteilnehmer. Daniele Moranelli: Bei mir hat sich die Faszination gewandelt. Früher war es die Geschwindigkeit. Vieles von früher würde ich heute nicht einmal mehr versuchen. Wenn ich heute Motorrad, Auto oder MTB fahre, dann spielt die Sicherheit eine übergeordnete Rolle, denn meine Familie fährt gedanklich oft mit. Beim Autofahren kann ich toll nachdenken. Meine besten Ideen entstanden während einer Autofahrt. Beim Motorradfahren genieße ich mehr das Fahren und bin schnell im „Flow“. MTB ist für mich neu und beansprucht meine Fitness und Konzentration, sodass ich abends weiß, was ich getan habe.

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Impuls: Euer bisher spannendstes Erlebnis mit dem Motorrad? Sven Oehmen: Da brauche ich nicht lange zu überlegen: die Fahrtrainings auf der Nürburgring Nordschleife. In einer Gruppe mit einem Instruktor vorweg durch die „Grüne Hölle“, dem für mich schönsten, aber wahrscheinlich auch gefährlichsten Ort in der Eifel zu fahren, ist ein unbeschreiblich tolles Erlebnis. 73 unterschiedliche Kurven auf knapp 21 Kilometern Strecke ohne Gegenverkehr, teilweise im Blindflug mit gesundem Tempo, wecken dich auf jeden Fall besser als jeder Kaffee.

Sven Oehmen Leiter Business Development und Legacy Systems

Daniele Moranelli: Ich durfte mit dem Hersteller KTM durch die Toskana fahren und damit meine ich abseits der normalen Straßen – KTM ist ja bekannt für seine Offroad-Performance. Durch die Weinberge und Wälder zu fahren war einfach traumhaft. Bewusst verzichte ich auf den Ausdruck „Enduro“ fahren, denn dann würde ich ausgelacht werden – ich kann mich aber nicht erinnern, wann ich jemals so viel Muskelkater hatte.

Impuls: Was habt ihr unbedingt noch mit euren Maschinen vor? Was ist euer größter Traum? Sven Oehmen: Mit der Maschine würde ich gerne noch mehr auf Rennstrecken unterwegs sein. Hört sich zwar komisch an, aber dort ist Motorradfahren viel ungefährlicher als im Straßenverkehr, obwohl man deutlich schneller unterwegs ist. Man kann sich noch mehr aufs reine Fahren und die Fahrzeugbeherrschung konzentrieren, wenn keine anderen Verkehrsteilnehmer zu beachten sind. Mein größter Motorradtraum wäre aber einmal als Zuschauer zur Tourist Trophy, dem ältesten Motorradrennen der Welt, auf die Isle of Man zu fahren und das Spektakel mit eigenen Augen zu sehen. Daniele Moranelli: Ein Traum wäre eine zweiwöchige Himalaya-Tour auf einer Royal Enfield. Sobald meine Kinder nicht mehr mit mir in den Urlaub fahren möchten, werde ich das sicherlich angehen. Bis dahin vergnüge ich mich mit Kurztrips durch Berge oder Trails. Als nächstes werde ich mit einem Pitbike (kleine Supermoto) über eine Kartbahn fahren. Ich probiere gerne viele verschiedene Dinge aus.